Montag, 20. Februar 2017

Das Jahr 2017 und die Vorhaben

Kommt spät, aber kommt:

- Kurzfilmdreh aus der Improvisation entstanden
- neue Sommertheaterproduktion
- Arbeit an Solo (Fensterstürze oder ein Western) im Comicstile
- gedankliche Sammlung über Weltrekord
- Osterspiel, Krippenspiel und (steht schon länger auf der To-Do-Liste) Aufführung Improkrimi "Knallowski ermittelt"
- Beginn Niederschrift zu Büchern wie: "Theaterarbeit mit Straftätern" "Theaterarbeit mit Geistig Behinderten" "Improvisationstheater für Kinder"

Das klingt nach viel Stoff, ist es auch... also los gehts!!!

Speechless Improabend

Ja es gibt eine international erfolgreiche Improgruppe, das Duo Speechless aus Kolumbien, die es schaffen eine gesamte Show ohne Worte zu improvisieren.
Natürlich findet die Einführung mit Worten statt, aber die Performance ohne. Maximal beschriftete Schilder verwendet das Duo.
Nun ist es schon lange mein Traum ein Format zu entdecken, dass auf uns als Knalltheater anwendbar ist.
Und vergangenen Dienstag war es dann endlich, nach etlichen gescheiterten Versuchen soweit: wir improvisierten tatsächlich den ganzen Abend ohne Worte.
Ok, die Zuschauer kamen nicht immer mit, und es gibt, was natürlich normal ist, noch einige kleine Ecken und Kanten, aber das Wesentliche für mich war: ES FUNKTIONIERT:

Im übrigen waren Philipp und Anne beim Improfestival in Amsterdam und haben da zwei Workshops beim Duo Speechless mitgemacht. Die beiden waren von Anne und Philipp so begeistert, dass sie sie fragten wo und wann sie denn live zu sehen sind.

Montag, 28. November 2016

Das Krippenspiel - die wahre Geschichte

Wir decken im Dezember auf!
Die bisherigen Fakten über den Umstand der Geburt um Jesus sind lückenhaft und oftmals wissenschaftlich widerlegt. So hat die Geburt aller Wahrscheinlichkeit nach, insofern es diese überhaupt gegeben hat, in einem Haus und nicht in einem Stall stattgefunden. Die Hirten und Bauern hielten ihr Vieh auf dem Feld oder trieben es bei schlechtem Wetter in Höhlen. Für Ställe war einfach nicht genug Holz da.
Wir haben geforscht und den neue-Welt-schaffende Journalismus am eigenen Leib erfahren. Von der Ganzheit ein paar Teile weglassen, scheinbare, neue Zusammenhänge knüpfen und schon schafft man eine neue Wirklichkeit.
Lässt man vom Apfel die Kerne, den Kriebsch und das Furchtfleisch weg und zoomt den Stil groß, hat man plötzlich einen Baumstamm vor sich.
Journalismus ist in dieser Hinsicht wie Zauberei!!!

Sonntag, 16. Oktober 2016

Und wieder vergeht die Zeit...

Sommertheater vorbei, September vorbei und als wäre es erst letzte Woche gewesen erinnere ich mich an die Jahresvorschau, bzw. an die Vorhaben für 2016 des Knalltheaters.
Nun sind wir wieder bald am Ende des Jahres angelangt.
Wie immer ist viel passiert: Gastspiele in Sachsen und dem übrigen Deutschland, zwei Auftritte bei der Konzertreihe Klassik für Kinder, diesmal am 24.September (mein Geburtstag und das war auch noch ein runder) mit meiner zauberhaften Tochter Finia als Kleiner Prinz.
Das Statttheater hatte wieder, wenn auch nur einen 20Minüter, ein neues Stück erarbeitet. Diesmal "Ritter Georg der Drachentöter".
Und zwei neue Vorhaben haben sich verwirklicht: ein Solo mit Burkhard Damrau und, wenn auch ohne Auftritt, eine Art theatertherapeutische Arbeit mit Jonas.
Viele neue Erfahrungen habe ich in der Arbeit mit Burkhard sammeln dürfen. So zum Beispiel die Erkenntnis dass es als Regisseur besser ist sich auch die Fähigkeiten des Spielers einzustellen, anstatt wenig zu fordern und seinem Stil treu zu bleiben. Auch die Entwicklung der Arbeit mit Jonas war spannend. Da gab es Dinge die funktionieren (Gespräche) andere funktionierten so gar nicht (QiGong). Es zeigte sich, dass Improszenen oft die allgemeine Gesamtstimmung widerspiegeln, aber auch einen kleinen Einblick in die Grundeinstellung bezüglich andere Menschen gibt.
Das Krippenspiel ist in Arbeit, einzig den Weltrekordversuch haben wir so gar nicht anvisiert.
Womöglich auch, weil uns ein gewichtiger Grund dafür noch nicht in den Sinn gekommen ist.
Man müsste das mit einer caritativen Spendenaktion verbinden ... naja, im nächsten Jahr ist ja auch noch ein Jahr!

Sonntag, 10. Juli 2016

Eine Woche KnallSommerTheater

Morgen am 11.Juli 2016 beginnt das Sommertheater-Feinkost-Festival auf dem Hof der Feinkost (Karl-Liebknecht-Str. 36).
Es wird gemobbydickt, ganz viel gerobbinhoodet und einmal kränklich eingebildet.

UND:

Die Kindersommertheaterimpro (was für ein Wort): funktioniert.
Vielleicht nicht für alle und jeden. Aber was ist schon für alle und jeden?
Shakespeares Sommernachtstraum gab es schon seit Jahrhunderten in etlichen Varianten zu sehen.
Natürlich haben wir uns gefragt worin denn der Mehrwert eine Impro desselben liegen könnte.
Die Praxis zeigt: die Kinder bringen ihre Fantasie mit ein, sie entscheiden wer den Wolf spielen soll, sie machen Geräusche zu Blitz und Donner und Regen und entscheiden wohin es zu jenem Land geht, in der die Blume Liebnurmich wächst.
Dazu kommen gewöhnliche Haushaltsgegenstände zu ihren ersten Bühnenerfahrungen.

Freitag, 1. Juli 2016

Der Sommer voller Theater

Die Straßentheatertage waren großartig! Zumindest für die Meisten.
Vorallem zwei Madrider, die Breakdance, Comedy und Slapstsiktheater zu einer wundervollen Show zusammenführten stachen diesmal heraus. Bis zu 200 Passanten lockten sie an. Großartig!

Und nun, im Juli klopft das Sommertheater an die Knalltheatertür.
Am 3.Juli geht es mit Kindersommertheater los. Mal wieder wird improvisiert. Dabei steht die Geschichte bereits: Ein Sommernachtstraum von Shakespeare!
Wir sind gespannt was draus wird.
Es folgen eine Woche später Robin Hood, Moby Dick und Der eingebildete Kranke.
Im August gibts dann zwei Neulinge unter den Sommertheaterabenden:
Münchhausens Abenteuer
und
Ich könnt´ auch ne Tomate spielen (ein Solokabarett mit Burkhard Damrau)

Aber es wird auch noch Zeit für am See rumliegen, Bücher lesen und auf die Wolken gucken bleiben!!!!

Samstag, 26. März 2016

Kritik für unser Osterspiel

Gestern, am 25.März haben wir das geplante Osterspiel am morgen abgeblasen und nach zwei Stunden die Absage wieder rückgängig gemacht, nicht zuletzt Dank Armin Zarbock.
Was das die richtige Entscheidung?
Was war passiert?
Wir haben das Osterspiel angekündigt als wäre es eine Fortsetzung des Krippenspiels, sozusagen einer, jedenfalls an einigen Stellen ausgefeilten Inszenierung. Doch wir haben einfach keine Osterspiel-Inszenierung geschafft (die Gründe kennen wir!) und wollten das Publikum nicht mit einer ImproErsatzShow enttäuschen.
Im Theater ist die Inszenierung eine Art Gemälde, wohingegen die Improvisation eher eine Skizze ist. Die kann natürlich mitunter wesentlich unterhaltsamer als das Gemälde sein, trotzdem bleibt es halt "nur" eine Skizze.
Armin und Claudius jedoch haben uns ermutigt zum "Zeichnen" und sich zudem als Helfer zu Verfügung gestellt. Da zwei von uns (Philipp und ich) auch Lust auf die Ostergeschichte hatten sind wir angetreten.
Mir ist dabei die Frage gekommen: Welche Enttäuschung wiegt mehr? Die unter den Erwartungen gebliebene Vorstellung oder der Ausfall der Vorstellung?

Nach dem gestrigen Abend kann ich für mich feststellen: Der Ausfall hätte mehr enttäuscht! Zumindest uns selbst. Trotz der unausgegorenen Szenen, verwackelter nervend-selbstkasteiender, leise um Absolustion schreiender Ansagen, die stringenzlose Dramaturgie des Abends, die flache Gaggingquote, die inhaltliche Leere und dazu die ambitionierte Themenbehandlung; und trotz das zwei der Zuschauer (ein junges Paar) schon nach rund 20 Minuten den Raum verlassen hatten - gab es so viele Momente grotesker Verquerungen, Lachtränen und fröhlich gestimmte Menschen - das wir mit ruhigem Gewissen sagen können: Das war es wert zu riskieren!
Es war kein Abend für die Kunst, aber einer den man mit verschmitzten Schmunzeln erinnern wird.